Regens Wagner Offene Hilfen Pfaffenhofen a. d. Ilm

Offene soziale Dienste für Menschen mit Behinderung und Angehörige im Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm

Die Beratung der Offenen Hilfen findet telefonisch, in der Beratungsstelle oder online statt. Bitte melden Sie sich einfach!

 

Menschen mit Behinderung sowie chronisch kranke Menschen und ihre Angehörigen bedürfen ganz besonderer Unterstützung in ihrem Alltag.

Wir bieten spezielle Beratung an, wo immer es darum geht, dass Menschen mit Behinderung

  • ihr tägliches Leben – so eigenständig wie möglich – bewältigen können
  • am gesellschaftlichen Leben teilnehmen möchten
  • selbstständig wohnen möchten
  • Pflegebedarf haben

und Vieles mehr….

Unsere Angebote:

 

 

Warum guckst du so? – Ein Erfahrungsbericht – Ein Gedankenbericht

In der Erfahrungswelt von Menschen mit Behinderungen, vor allem mit den offensichtlichen Behinderungen passiert eines immer wieder: Man wird angestarrt.

Dieses Anstarren ist oft nicht böse gemeint, es ist keine Herabwürdigung und doch ist es eine Reaktion, die auf Menschen mit Behinderungen und auch Angehörige befremdlich wirkt.

Was kommt als Nächstes? Eine Runde Mitleid? Die Frage, wie das passiert ist? Ein beschämtes Wegschauen und ein verschämtes aus dem Augenwinkel wieder Hinschauen?

Als Familie mit einem Kind mit Behinderung wird man angestarrt – das gehört zum Alltag, man gewöhnt sich daran.

Früher waren die Geschwisterkinder meiner Tochter oft empört und sagten lauthals und verteidigend: „Warum guckst du so blöd?“

Inzwischen fragt meine Tochter selbst: „Mama, die schauen so blöd, das ist mir peinlich!“

Auf der anderen Seite muss ich gestehen - auch ich schaue, wenn ich auf Menschen mit einer (offensichtlichen) Behinderung treffe. Für mich ist es dann eher das Interesse am anderen, das Teilen dieser Situation - aber der andere kann das nicht wissen und wird sich auch unwohl fühlen. Außerdem reduziere ich dann auch mit meinem Anstarren mein Gegenüber auf die äußeren Merkmale.

In der Begegnung ist es immer am einfachsten mit anderen Kindern: „Was hast du denn?“ fragen sie geraderaus! Diese Leichtigkeit fehlt Erwachsenen, diese Unbefangenheit fehlt. Die Unbefangenheit lässt aber die Brücken bauen, die notwendig sind: Und trotz allem möchte ich als betroffene Angehörige einladen zu folgendem Gedankenspiel:

Besser:

Reden als starren

In Kontakt gehen als ausgrenzen,

Freundlich aufeinander zugehen, statt verbissen wegzuschauen

Akzeptieren, wenn jemand nicht in Kontakt gehen will

Verstehen wollen statt einfach zu akzeptieren, dass man die „andere“ Lebenswirklichkeit nicht begreifen kann

Den Menschen zu sehen, als die Behinderung

Die eigene Haltung und innere Stimme prüfen, als eigene Vorurteile hinzunehmen

Das eigene Schubladendenken prüfen

Das gilt für jede Begegnung mit jedem Menschen. Wir alle sind nicht vorurteilsfrei, sollten es aber immer wieder üben! Und wir müssen bei uns anfangen.

Herzlichst

Eine Betroffene

 

Regens Wagner Offene Hilfen Pfaffenhofen

Ambergerweg 25
85276 Pfaffenhofen

Leitung: Anna Helmke
Dipl. Sozpädagogin/FH
Freiwilligenmanagerin/HKFM


Tel.: 08441 85956-0
Fax: 08441 85956-244
anna.helmke@regens-wagner.de

 

Verwaltung: Frings Ursula

Tel.: 08441 85956-240
Fax: 08441 85956-244
ursula.frings@regens-wagner.de

offene-hilfen-paffenhofen@regens-wagner.de